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FABELhafte Inspirationen rund um
die Tiere im Clan
Lassen Sie sich - wie die Autorin von Clan Value - inspirieren von den Tieren,
ihren Eigenschaften und den unzähligen, oft Jahrtausende alten Geschichten
rund um die gefiederten oder gescheckten oder pelzigen Freunde des Menschen. Die
unveröffentlichten Kapitel aus dem Buch Clan Value erzählen von berühmten
Clan- und Wappen-Tieren, und davon, welche Eigenschaften die Menschen ihnen zuschreiben;
Diese Eigenschaften sind oft von Land zu Land und von Kultur zu Kultur verschieden,
wie Elisabeth Heller aufzeigt. Auch im Clan der Autorin, nämlich bei der
Steuer und Unternehmensberatung Heller Consult, spielen Tiere eine ganz besondere
Rolle. Sie inspirieren und stärken die Mitarbeiter – und manchmal bringen
sie sie auch ein Stück näher zusammen. Schlussendlich sind es vielleicht
auch die FABELhaften Geschichten des griechischen Dichters Äsop, die Ihnen
neue Ideen bringen oder Sie über den Tellerrand hinausblicken lassen. Äsop
lebte um 600 v. Chr. und gilt als Begründer der Fabeldichtung.
Der Clan und die Tiere
Clan-Tiere im multikulturellen Umfeld
Der Stierkopf des MacLeod-Clans
Tiere im Clan von Heller Consult
Welches Tier passt zu meinem Clan?
FABELhafte Inspirationen von Äsop
Der Clan und die Tiere
Was wäre der schottische Clan ohne den hervorragend für die Jagd geeigneten
Retriever, oder den Hüterhund Collie oder den Shepherd, der mit feinem Gespür
erriechen kann, wer dem Clan wohlgesonnen ist und wer feindliche Absichten hat.
Welches Defizit hätte der Clan, gäbe es nicht die stolze Katze, die
nur dann die Clan-Mitglieder an sich heranlässt, wenn es ihr genehm ist,
denn bekanntlich sind Katzen die einzigen Tiere, die sich Menschen halten. Und
wie wäre es um den Clan bestellt, gäbe es nicht den treuen Weggefährten,
das Pferd.
Wappentiere charakterisieren die speziellen Eigenschaften des Clans – scharfsichtig
wie ein Falke, listig wie die Schlange, geschmeidig wie der Panther, sanft wie
die Taube, unberechenbar wie der Bär, niederträchtig wie die Ratte,
erhaben wie der Löwe, treu wie der Hund, majestätisch wie ein Adler,
stolz wie der Pfau, scheu wie ein Reh, stur wie ein Esel, dickhäutig wie
ein Elefant, stachelig wie ein Igel, intelligent wie ein Delphin, klug wie der
Rabe, simpel wie ein Schaf, charmant wie die Katze, bedürfnislos wie das
Kamel, geschwätzig wie der Papagei, stumm wie ein Fisch, steif wie ein Pinguin,
präsent wie der (Platz)Hirsch, kämpferisch-schützend wie die Löwin,
schlau wie der Fuchs, gerissen wie der Wolf, weise wie die Eule, frech wie der
Spatz, gierig wie der Habicht, feig wie ein Schakal, wachsam wie ein Luchs, fruchtbringend
wie ein Storch, elegant wie die Flamingos, behände wie die Affen, geschmeidig
wie die Gazellen, gutmütig wie das Maultier, fleißig wie die Biene,
lästig wie die Fliegen, gekrümmt wie ein Regenwurm, flink wie die Ameise,
robust/edel wie das Pferd, stolz wie der Schwan, großspurig wie der Frosch,
giftig wie eine Spinne.
Das sind einige Assoziationen, aus denen Sie die Eigenschaften Ihres Clans definieren
und sich ein passendes Clan-Wappentier finden können. Der Vorteil eines solchen
Wappentieres liegt klar auf der Hand – durch die in unserem Kulturkreis
gültige Metapher, durch die Interpretation, was die speziellen Eigenschaften
des jeweiligen Tieres in einem Begriff darstellen, lässt sich die Wertewelt
rasch und allgemein gültig definieren. Auch die Fabeln von Äsop oder
La Fontaine haben zu der Typisierung von Tieren für menschliche Eigenschaften
beigetragen.
Clan-Tiere im multikulturellen Umfeld
Vorsicht ist allerdings bei multikulturellen Clans geboten: der Hund mag zwar
in unseren Breitengraden als treu und ergeben gelten, in der islamischen Welt
gilt dieser als unrein. Das Schwein wiederum steht in der chinesischen Wertigkeitsskala
durchaus an führender Stelle, in unserem Kulturkreis wird das Schwein eher
als „ferkelig“ angesehen. Der Falke ist im arabischen Raum ein hochangesehener
Greifvogel, in unseren Breiten könnte er bei Umweltschützern zu Missverständnissen
führen. Der Panda mag zwar schützenswert sein, ob er die Dynamik eines
Unternehmerclans für High Tech Produkte darstellen kann, bleibt offen –
für die Identifikation mit Produkten, die sich der Arterhaltung und der „environmental
protection“ verschrieben haben, kann er ein durchaus gelungener Identifikationsbolzen
sein.
Die Wappentiere der Clans – so beispielsweise der Stierkopf des MacLeod-Clans
auf der Isle of Skye oder des Murappa-Clans in Indien – sind lebender Beweis,
welche wichtige Rolle Tiere in der Formulierung der Wertewelt – als Metapher
– spielen.
Der Stierkopf des MacLeod-Clans
Als ich anlässlich einer Schottlandtour Dunvegan Castle, den Sitz des MacLeod-Clans
erkundete, war ich von dem Zusammenhalt und der Geschichte des Clans und seinen
Metaphern fasziniert. „We shall hold a light“ ist der Bannerspruch
dieser weltweit verzweigten Familie, die auch mit den clan-spezifischen Merchandising-Produkten
wie Krawatten, Tücher, Badges, Bücher, Tartans und Christbaum-Dekoration
webtauglich globale Geschäfte tätigt. Mehr als 4.000 blutsverwandte
und assoziierte Mitglieder sind über den gesamten Globus verteilt –
von England bis nach Australien und Amerika. Die Legenden über die „Fairy
Flag“, eine Fahne, die durch ihre feenhafte Zauberwirkung den Clan mehrmals
vor Schlachtniederlagen bewahrt haben soll, und die Story über die Flucht
von „Bonnie Prince Charlie“ geben dem Clan noch heute einem besonders
mystischen Anstrich. Im Mittelpunkt steht jedoch der bullige Stier, Sonne umrankt
und kraftvoll bis in die heutige Zeit die Claninteressen repräsentierend.
Tiere im Clan von Heller Consult
Auch der Heller-Clan räumt den Tieren einen wichtigen Rang ein. Auch wenn
unser Corporate Design einen „Stern“, der heller leuchtet, symbolisiert,
das Wappentier ist die Löwin: wie eine Löwin verteidigen wir unsere
Werte, unser Team, unsere Klienten, unsere Schutzbefohlenen.
Aber auch die Hunde kommen als treue Gefährten nicht zu kurz – immerhin
haben Clan-Mitglieder ihre Hündinnen in das tägliche Clan-Leben eingeführt.
Ohne Cleo, Grappa und Tara wäre unser Zusammenhalt nicht so perfekt gelungen.
Ohne das Pferd unsere Office Managerin Martina Keuschnig, Cheyenne (und liebevoll
„das Gurki“ genannt) wäre unser Clanleben nicht so abwechslungsreich.
Das Wohlbefinden des Clan-Pferdes ist vorrangig, steigert damit auch die Arbeitsfreude
und die persönliche Identifikation der Pferde-Besitzerin. Da wird mitgelitten,
mitgefreut, mitgelebt, was das Zeug hält. Die Fußverletzung von Martina
K. ist nicht so bedeutend, als wenn sich das Haus- und Hof-Pferd Cheyenne-Gurki
den Knöchel verstaucht. Für Gesprächsthemen sorgen die lieben Tiere
allemal.
Sie, geneigter Leser, verständnisvolle Leserin haben natürlich sofort
erkannt, dass Beziehung auch über die gemeinsamen kleinen animalischen Freunde
aufgebaut werden kann. Ist der Mensch bisweilen nicht in der Lage, sich direkt
und ohne Umwege emotional mitzuteilen oder festzulegen, so kann ein Clan-Tier
rasch die erforderlichen freundschaftlich-gefühlvollen Bande aufbauen.
Welches Tier passt zu meinem Clan?
Nicht jedes Tier ist allerdings clan-tauglich: sich Schlangen nicht nur ins Wappen,
sondern auch in die Kantine zu setzen, scheint suboptimal – beschreiten
Sie hier eher konservative Wege. Fische sind kalt, jedoch pflegeleicht und bringen
im chinesischen Kulturkreis besonderes Glück und Reichtum. Ein Pferd im Stall
kostet eine Menge Geld – immerhin müssen Sie es regelmäßig
bewegen. Ein Hund oder eine Hündin zeigen Eleganz und Beständigkeit
und sind zudem als Wachtiere sogar noch steuerlich absetzbar. Katzen machen einen
guten Eindruck, wo Gastfreundlichkeit und Anschmiegsamkeit ein Thema ist –
zum Beispiel in einer gutbürgerlichen Gastronomie. Klassische Clan-Wirtshaus-Tiere
sind Hahn, Gans, Schwan, Bär, Löwe, Adler, aber auch Drache und Obelisk.
Dennoch empfiehlt es sich nicht, einen Feuersalamander im Betrieb anzusiedeln,
zumal dieser heidnisch mehrdimensional negativ besetzt ist – der Feuersalamander
wurde in vorchristlichen Zeiten als Ursache für Feuersbrünste und als
Manifestation des Bösen angesehen.
Clan-Tiere sind Kraft-Tiere. Diese haben einen Aspekt der Stärke, Widerstandfähigkeit
und damit der Größe des Clans sowie der Freiheit, Wildheit und Unabhängigkeit.
Nordamerikanischen Indianerclans setzen in ihre Wappen energetisch starke Tiere
wie Bär, Puma, Elch, Wapiti, Wolf. Andere Schamanen leisten sich den Luxus
auch kleinerer, bisweilen auch giftiger Totems wie Eidechse, Kröte, Skarabäus,
Skorpion, Rattle-Snake, Tarantel.
Überlegen Sie sich daher genau, welche Wappentiere Sie als Symbole für
die Wertewelt des Clans wählen; dieses muss die Values kongruent abbilden.
Denn ein häufiger Wechsel ist keineswegs empfehlenswert, Werte müssen
Bestand haben. Wappentiere haben den eindeutigen Vorteil, dass sie schnell transportierte
Symbole und Metaphern enthalten, andererseits können sie auch zu ungewollten
vorgefassten Bildern und Meinung führen, die sich nur langsam wieder verändern
lassen.
Das sind einige Assoziationen, aus denen Sie die Eigenschaften Ihres Clans definieren
und sich ein passendes Clan-Wappentier finden können. Der Vorteil eines solchen
Wappentieres liegt klar auf der Hand – durch die in unserem Kulturkreis
gültige Metapher, durch die Interpretation, was die speziellen Eigenschaften
des jeweiligen Tieres in einem Begriff darstellen, lässt sich die Wertewelt
rasch und allgemein gültig definieren. Auch die Fabeln von Äsop oder
La Fontaine haben zu der Typisierung von Tieren für menschliche Eigenschaften
beigetragen.
FABELhafte Inspirationen von Äsop
Das Kamel
Als die Menschen das Kamel zum ersten Male sahen, erstaunten sie über die
Größe des Tieres und flohen bestürzt davon.
Bald merkten sie aber, dass es nicht so furchtbar sei, wie sie es erwartet hatten,
sondern dass man es leicht bändigen könne. Sie fingen es mit geringer
Mühe ein und verwendeten es zu ihrem Nutzen. Ganz geduldig ließ es
alles mit sich geschehen und wich jeder Gefahr aus. Nun fingen die Menschen an,
weil es trotz seiner Größe und Stärke sich nie widerspenstig zeigte,
sondern sich jede Kränkung ruhig gefallen ließ, es zu verachten, zäumten
es auf und ließen es von ihren Kindern leiten.
Lass dich nicht von jedem gefährlich scheinenden abschrecken.
Das Schilfrohr und der Ölbaum
Über Stärke, Festigkeit und Ruhe stritten sich ein Schilfrohr und ein
Ölbaum. Das Rohr, welches von dem Ölbaum darob getadelt ward, dass es
aller Stärke entbehre und leicht von allen Winden hin und her bewegt werde,
schwieg und sagte kein Wort. Nach einer kleinen Weile erhob sich ein heftiger
Sturm; das hin und her geschüttelte Rohr hatte den Windstößen
nachgegeben und blieb unbeschädigt, der Ölbaum dagegen, welcher sich
den Winden entgegengestemmt hatte, wurde durch deren Gewalt gebrochen.
Der Esel auf Probe
Ein Mann kaufte einen Esel, aber nicht gleich endgültig, sondern er machte
eine Probezeit aus. Als er mit ihm in seinen Hof kam, wo schon mehrere Esel teils
bei der Arbeit, teils bei der Abfütterung waren, ließ er ihn frei laufen.
Sogleich trottete der neue zu dem faulsten und gefräßigsten Gefährten
und stellte sich zu ihm an die Futterkrippe. Da legte ihm der Mann den Strick
wieder um den Hals und brachte ihn dem bisherigen Besitzer zurück.
"So schnell kannst du ihn doch gar nicht erprobt haben", wunderte sich
der.
"O mir genügt, was ich gesehen und erfahren habe: Nach der Gesellschaft,
die er sich ausgesucht hat, ist er ein übler Bursche!"
Zwei Krebse
"Geh doch gerade und vorwärts!" rief einem jungen Krebs seine Mutter
zu.
"Von Herzen gerne, liebe Mutter", antwortete dieser, "nur möchte
ich es dich ebenso machen sehen."
Jedoch vergeblich war der Mutter Anstrengung und sichtbar ihre Klügelei und
Tadelsucht.
Gib keine Befehle, die man nicht vollbringen kann, und tadle an andern keine Fehler,
die du selbst begehst!
Quelle und Link zu weiteren Fabeln und Geschichten:
http://www.udoklinger.de/Deutsch/Fabeln/Aesop.htm
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